Der österreichische Künstler Hannes Langeder begeisterte 2010 die Porsche-Fans. In einem gewagten technischen Alleingang konstruierte er den Ferdinand GT3 RS und stellte ihn auf dem Salzburg-Ring vor. Ein “Autosport-Ereignis der Superlative”. Diverse Features rechtfertigen diese  Einschätzung: Die ULC-Bauweise (UltraLightConstruction), der überdimensionale Heckspoiler der “bei Geschwindigkeiten oberhalb von 5km/h ordentlich Druck auf die Hinterachse” bringt, sowie der um ein Vielfaches vergrößerte Gepäckraum. Das Gefährt selbst, mit dem Langeder auch auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, mal in Wien, mal in der Kunstmetropole Linz, die Aufmachung des Kritikers Langeder und natürlich die automobile Sprache machen die Präsentation zu einem Klassiker der Autokritik.

Langeder ist mit diesem Video sicherlich ein Überraschungserfolg gelungen, doch schon vorher hat er mit Fahrrädern Kunst gemacht und auch nach dem Ferdinand übte er sich in der Entschleunigung im Tarnanzug von Geschwindigkeits-Symbolen. Das Nachfolge-Projekt wurde der Fahrradi, eine Ferrari-Vision, mit funktionierenden Flügeltüren (daher der Namenszusatz “Farfalla” – Schmetterling). Dort muss man leider auf die unnachahmlichen Kommentare Langeders verzichten. Ein gelegentliches tiefes “Brrrrummm, Bruuuummm” muss genügen. Als Entschädigung ist der Aufwand für die Inszenierung größer und macht mit den Details genauso viel Spaß (Merke: x+x=2).

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